{"id":8413,"date":"2023-04-19T12:11:01","date_gmt":"2023-04-19T10:11:01","guid":{"rendered":"https:\/\/oegjk.org\/?p=6900"},"modified":"2023-07-05T15:54:02","modified_gmt":"2023-07-05T13:54:02","slug":"20-jahre-stipendienprogramm-der-deutschen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/20-jahre-stipendienprogramm-der-deutschen-wirtschaft\/","title":{"rendered":"20 Jahre Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>20 Jahre Bildung, 20 Jahre Fachkr\u00e4ftesicherung f\u00fcr die L\u00e4nder des Westlichen Balkans,<\/strong><br \/>\n<strong>20 Jahre regionale Vers\u00f6hnung \u2013 20 Jahre Erfolgsgeschichte:<\/strong><br \/>\n<strong>Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft f\u00fcr die L\u00e4nder<\/strong><br \/>\n<strong>des Westlichen Balkans feiert sein 20-j\u00e4hriges Bestehen.<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber 1.000 Stipendienpl\u00e4tze in mehr als 250 deutschen Unternehmen \u2013 das sind die<br \/>\nbeeindruckenden Zahlen einer mittlerweile 20 Jahre w\u00e4hrenden Erfolgsgeschichte, die durch<br \/>\nein tragisches Ereignis ihren Anfang nahm. Nur wenige Wochen nachdem Zoran Djindjic, der<br \/>\nerste demokratisch gew\u00e4hlte Premierminister Serbiens, im M\u00e4rz 2003 sein Leben in Folge<br \/>\neines politischen Anschlages verlor, initiierten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft<br \/>\n(OA) und das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)<br \/>\ndas Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft f\u00fcr die L\u00e4nder des Westlichen Balkans.<br \/>\nZiel war es, jungen serbischen Nachwuchskr\u00e4ften eine praxisorientierte Weiterbildung im<br \/>\nRahmen von Praktika in Deutschland zu erm\u00f6glichen, sodass sie nach ihrer R\u00fcckkehr nach<br \/>\nSerbien besser f\u00fcr den lokalen Arbeitsmarkt qualifiziert sein w\u00fcrden. Nach drei erfolgreichen<br \/>\nJahren wurde das Stipendienprogramm im Rahmen von zwei Erweiterungsrunden 2007 und<br \/>\n2009 auf Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Montenegro sowie<br \/>\nNordmazedonien ausgeweitet.<\/p>\n<p>\u201eDas Erfolgsgeheimnis liegt in der Investition in Bildung (\u2026). Bildung, Ausbildung und Wissen<br \/>\nsind die Triebkr\u00e4fte des Erfolgs\u201c (Zoran Djindjic, 2002). Mit dem Stipendienprogramm der<br \/>\nDeutschen Wirtschaft werden die Leitideen des gro\u00dfen Hoffnungstr\u00e4gers Serbiens<br \/>\nweitergetragen. Denn f\u00fcr Djindjic, der mehrere Jahre in Deutschland lebte, stellten<br \/>\ninsbesondere gut ausgebildete junge Menschen das gr\u00f6\u00dfte Potential eines fortschrittlichen<br \/>\nLandes dar. Zeitlebens setzte er sich f\u00fcr einen pro-europ\u00e4ischen und demokratischen Kurs ein<br \/>\nund stellte sich entschlossen gegen Nationalismus und Feindschaft zwischen den V\u00f6lkern in<br \/>\nden L\u00e4ndern des Westlichen Balkans.<\/p>\n<p>Anstatt hochqualifizierte Arbeitskr\u00e4fte nach Deutschland abzuwerben, unterst\u00fctzt das<br \/>\nStipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft seine Partnerl\u00e4nder dabei, die lokalen<br \/>\n\u00d6konomien zu st\u00e4rken und dem Braindrain entgegenzuwirken. So erm\u00f6glicht das<br \/>\nStipendienprogramm j\u00e4hrlich bis zu 75 jungen Nachwuchskr\u00e4ften aus der Region drei- bis<br \/>\nsechsmonatige Praktika in f\u00fchrenden deutschen Unternehmen, in denen sie wichtige<br \/>\nErfahrungen f\u00fcr ihre berufliche Laufbahn in den jeweiligen Heimatl\u00e4ndern gewinnen. Im<br \/>\nRahmen der Praktika erhalten die Stipendiat:innen einen Einblick in marktwirtschaftliche<br \/>\nAbl\u00e4ufe, die Arbeitsweise deutscher Unternehmen und kn\u00fcpfen regionale Kontakte.<br \/>\nDank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den deutschen Botschaften in allen sieben<br \/>\nPartnerl\u00e4ndern erh\u00e4lt das Programm eine sehr wichtige Unterst\u00fctzung bei der<br \/>\nProgrammbewerbung, Auswahl der Stipendiat:innen sowie deren administrative<br \/>\nVorbereitung, vor allem hinsichtlich der Visaerteilung.<\/p>\n<p>Aus einem zun\u00e4chst bilateralen Projekt entstand in den vergangenen 20 Jahren ein<br \/>\n\u00fcberregionales Programm, das sich \u00fcber die Bereiche Bildung, Wirtschaftsentwicklung und<br \/>\nregionale Auss\u00f6hnung erstreckt. Hiervon profitieren besonders auch die vielf\u00e4ltigen<br \/>\ndeutschen Unternehmen, die in der Region investiert haben. Mittlerweile arbeiten Alumni des<br \/>\nStipendienprogramms in verschiedenen Tochterunternehmen, u.a. f\u00fcr Bosch, Metro, ZF<br \/>\nFriedrichshafen, Deloitte, Deutsche Welle Albanien oder Siemens Gamesa Renewable Energy.<\/p>\n<p>Das Netzwerk der Auslandshandelskammern in den L\u00e4ndern der Region unterst\u00fctzt das<br \/>\nStipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft und somit auch die Mitglieder des<br \/>\nAlumninetzwerkes dabei, zu Unternehmen in der Region Kontakt aufzunehmen. Dies<br \/>\nverbunden mit den vielf\u00e4ltigen Vernetzungsangeboten der Kammern f\u00fchrt zu einer<br \/>\ngemeinsamen Fachkr\u00e4ftesicherung f\u00fcr die Region. Die AHKs stellen wertvolle Informationen<br \/>\nw\u00e4hrend der Bewerbungsphase f\u00fcr junge Nachwuchskr\u00e4fte in der Region zu Verf\u00fcgung und<br \/>\nbegleiten den Auswahlprozess der Teilnehmer:innen.<\/p>\n<p>Mit Stolz k\u00f6nnen wir heute auf ein von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft<br \/>\ninitiiertes und gef\u00f6rdertes Leuchtturmprojekt f\u00fcr die L\u00e4nder des Westlichen Balkans und<br \/>\nKroatiens blicken. Aus Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit<br \/>\nund Entwicklung werden die Kosten f\u00fcr eine ad\u00e4quate Vorbereitung der Stipendiat:innen<br \/>\nsowie ein monatliches Stipendium bereitgestellt. Die teilnehmenden Unternehmen<br \/>\n\u00fcbernehmen mit der Zahlung angemessener Praktikantengeh\u00e4lter die Lebenshaltungskosten<br \/>\nund stellen die erforderlichen Betreuungs- und Managementkapazit\u00e4ten bereit. Wie<br \/>\nzahlreiche andere Unternehmen ist auch die Deutsche Telekom AG seit vielen Jahren<br \/>\nPartnerin des Programms: \u201eDie Deutsche Telekom nimmt bereits seit 2007 am Zoran Djindjic<br \/>\nStipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft teil. Wir haben Tochtergesellschaften in drei<br \/>\nder sieben L\u00e4nder und bislang ausschlie\u00dflich positive Erfahrungen mit unseren<br \/>\nPraktikant:innen gemacht. Im Austausch mit ihnen lernen wir jeden Tag mehr \u00fcber ihre L\u00e4nder<br \/>\nund Kulturen, was uns bei unserer t\u00e4glichen Arbeit mit unseren Tochtergesellschaften in den<br \/>\nL\u00e4ndern des Westlichen Balkans enorm hilft. Sehr erfreulich ist auch, dass einige der<br \/>\nPraktikant:innen mittlerweile f\u00fcr unsere Tochtergesellschaften arbeiten. Insofern gratulieren<br \/>\nwir herzlichst zum 20-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um. Sehr gern unterst\u00fctzen wir das Programm auch in der<br \/>\nZukunft weiterhin aktiv\u201d, so Bjoern Mornhinweg, Senior Manager for International Regulatory<br \/>\nAffairs, Deutsche Telekom.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnen die Unternehmen auf das rasant wachsende regionale Alumninetzwerk<br \/>\nzur\u00fcckgreifen, das der Vernetzung und Weiterbildung der ehemaligen Teilnehmenden nach<br \/>\ndem Ende ihres Praktikums dient. Somit wird das Potenzial, nachhaltige Synergien zwischen<br \/>\nden Alumni und der lokalen Wirtschaft zu erzeugen, geb\u00fcndelt und durch fortw\u00e4hrende<br \/>\nWeiterbildungsma\u00dfnahmen, regionale Konferenzen sowie Teambuildings stetig ausgebaut.<br \/>\nNach der R\u00fcckkehr in ihre Heimatl\u00e4nder bleiben die Alumni somit untereinander vernetzt und<br \/>\nmit der deutschen Wirtschaft und Kultur verbunden. Das derzeit fast 950 Alumni umfassende<br \/>\nregionale Netzwerk f\u00f6rdert nachhaltig grenz\u00fcberschreitende Kontakte und tr\u00e4gt dazu bei,<br \/>\ndiese weiter auszubauen. Infolgedessen entstehen seit fast zwei Jahrzehnten stetig enge<br \/>\nFreundschaften, aber auch fruchtbare Gesch\u00e4ftsbeziehungen \u00fcber Grenzen hinweg. Gerade<br \/>\nf\u00fcr deutsche Unternehmen bietet das Netzwerk den Zugang zu hochqualifizierten, jungen<br \/>\nNachwuchskr\u00e4ften in der Region, die bereits Arbeitserfahrung in Deutschland gesammelt<br \/>\nhaben.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen heute auf 20 sehr erfolgreiche Jahre des Stipendienprogramms der Deutschen<br \/>\nWirtschaft zur\u00fcckblicken. Das Programm ist ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr die gelungene<br \/>\nKooperation der Deutschen Wirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit der\u00a0Bundesregierung,\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 sowie der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Region\u201c so Philip Hau\u00dfmann,<br \/>\nVorstandssprecher der Ernst Klett Aktiengesellschaft und Mitglied des Vorstandes des Ost-Ausschusses.<\/p>\n<p>\u201eWir unterst\u00fctzen gemeinsam die wirtschaftliche Transformation der<br \/>\nRegion und die Etablierung eines \u00fcberregionalen Netzwerkes von Nachwuchskr\u00e4ften. Durch<br \/>\nseinen bildungsorientierten, l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Ansatz tr\u00e4gt das Zoran Djindjic<br \/>\nStipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur<br \/>\nnachhaltigen Vertrauensbildung zwischen den L\u00e4ndern des Westlichen Balkans und<br \/>\nunterst\u00fctzt die grenz\u00fcberschreitende Integration der Region in die europ\u00e4ischen Strukturen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/oegjk.org\/wp-content\/uploads\/2023-Factsheet_page-0001.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6902 size-large\" src=\"https:\/\/oegjk.org\/wp-content\/uploads\/2023-Factsheet_page-0001-724x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"724\" height=\"1024\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20 Jahre Bildung, 20 Jahre Fachkr\u00e4ftesicherung f\u00fcr die L\u00e4nder des Westlichen Balkans, 20 Jahre regionale Vers\u00f6hnung \u2013 20 Jahre Erfolgsgeschichte: Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft f\u00fcr die L\u00e4nder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6903,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[112],"tags":[],"class_list":["post-8413","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8413"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8413\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8457,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8413\/revisions\/8457"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oegjk.org\/sq\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}